Brombeere

Der Brombeerstrauch ist widerstandsfähig, schnellwachsend, äußerst flexibel und mit geringen Ansprüchen an Standort und Bodenzusammensetzung und deswegen oft bei Landwirten und Gärtnern unbeliebt. Allerdings ist sie ein wichtiger Trittstein für das Ökosystem.

Himbeeren und Brombeeren sind nicht nur nahe verwandt, sie gehören auch zu den beliebtesten und ergiebigsten Pollen- und Nektarspendern von Honigbienen, Schmetterlingen und Fliegen. Und nur wenn die Insekten fleißig waren, bilden die stacheligen Gestrüppe wunderbare tiefrote bis violettschwarze aromatische Früchte, die Mensch und Tier erfreuen.

Dazu zählen natürlich die Honigbiene, aber auch viele Hummelarten oder die Große Keulhornbiene Ceratina chalybea. Ihr schlanker dunkelblauer, fast schwarzer Körper schimmert in der Sonne grün-metallisch. Trotz ihres Namens ist sie ein kleines Insekt. Auch Wespen wie zum Beispiel der Bienenwolf Philanthus triangulum stärken sich gern an Brombeer- und Himbeerblüten. Manche der Fliegen geben sich nach außen ganz ungeniert als Bienen aus, wie die Hummel-Waldschwebfliege Volucella bombylans, die man ganz leicht mit einer gewöhnlichen Erdhummel oder  Steinhummel verwechseln kann. Allerdings hat die Waldschwebfliege viel größere Augen, nur zwei Flügel und kurze Fühler wie es typisch für Fliegen ist. Die Larven dieser Schwebfliegen leben in den Nestern von Hummeln oder Wespen und ernähren sich von Abfällen und toter Brut.

Auch die Fliegen bestäuben die Blüten, die sie besuchen. Während bei Bienen & Co. die Larven aber nur herumliegen und sich füttern lassen, sind bei den Fliegen sogar die Larven aktiv. Die der Mistbiene Eristalis tenax (die eigentlich auch eine Schwebfliege ist) heißen Rattenschwanzlarven: Sie sehen aus wie weiße Erdnussflips mit einem langen Schwanz – daher der Name. Der Larvenkörper kann bis zu zwei Zentimeter lang werden, das Atemrohr sogar bis zu 15 Zentimeter. Das ist Rekord bei den Fliegen! Den Schwanz benutzen die Larven allerdings zum Atmen. Sie leben in Jauchegruben oder Kompost und zersetzen Pflanzenreste. Man mag kaum glauben, dass sich aus diesen alienartigen Wesen solche hübschen Schwebfliegen entwickeln, wie man sie auf den Brombeeren findet.

Nicht nur Insekten, auch Vögel und Kleinsäuger naschen an den zahlreichen und bis in den Spätherbst nachwachsenden Früchten. Das dichte Gestrüpp, das sie bilden, bietet wertvollen Kleinstlebensraum wie Mäusen, Bilchen, Igeln und kleinen Singvögeln. Sie finden Schutz vor größeren Tieren und ausreichend Brut- und Nistplatz. Im schattigen Grund der Hecke verkriechen sich Schnecken und Kröten bei heißen Temperaturen. Unter die Blätter ziehen sich dann Spinnen und Insekten zurück, wenn es ihnen zu heiß wird. Ein Teil davon baut Gelegeplätze oder ernährt sich von den meist auch im Winter noch grünen Blättern. Und nicht zu vergessen: Hecken produzieren genau wie Bäume Sauerstoff. Brombeeren – wenn sie stehengelassen werden – auch noch im Winter.

Quellen: https://bienenlive.wdr.de/bienen-blog/bluetenglueck/brombeere-heiss-begehrter-busch/ https://www.nabu-dietzenbach.de/2016/07/17/die-brombeere-stacheliger-nachbar/

Eine Brombeere oder Kratzbeere ist die essbare Frucht einer der zahlreichen Arten der Brombeeren (Rubus sectio Rubus). Die Früchte werden teilweise von wilden Brombeeren geerntet, stammen in der Regel jedoch aus Brombeerkulturen. In der Küche werden Brombeeren in der Regel für Süßspeisen und Desserts verwendet, sie können dabei unter anderem zu Konfitüre, Gelees, Rote Grütze, Sorbets, Säften, Mixgetränken, Wein, Likör und Branntwein, Kuchen und Torten sowie für weitere Süßspeisen verwendet werden.

Merkmale

Reife Früchte der Brombeere

Bei Brombeeren handelt es sich um bei der Reife meist schwarz-glänzende und seltener rot-schwarze Früchte, die aus einzelnen Teilfrüchten zusammengesetzt sind, die saftig und im Geschmack säuerlich süß sind.[1] Botanisch handelt es sich um Sammelsteinfrüchte, die sich aus den einzelnen Fruchtblättern bilden und bei der jede Teilfrucht im Aufbau eine Steinfrucht darstellt. Dementsprechend besitzt jede Teilfrucht eine dünne Außenhaut und einen Kern (Stein), in dem sich der Same der Brombeere befindet. Anders als bei der im Aufbau vergleichbaren Himbeere lässt sich die Frucht nicht ohne den Blütenboden pflücken, da sie mit diesem fest verbunden ist.

Inhaltsstoffe

In 100 Gramm Brombeeren sind 9,61 g Kohlenhydrate enthalten (davon 4,88 g Zucker), 1,39 g Eiweiß und 0,49 g Fett. Der Energiehalt beträgt 180 kJ (43 kcal). Brombeeren enthalten relativ viel Vitamin C und Vitamin K, und darüber hinaus auch viele B-Vitamine.[2]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Brombeere_%28Frucht%29

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